Reithallenboden

Andere Einflüsse, andere Boden-Anforderungen – Ihr Hallenreitboden bewährt sich gerade bei intensiver Nutzung.

Indoor Reitplätze unterliegen im Gegensatz zu Außenreitplätzen keinen schwankenden Witterungseinflüssen wie Regen, Wind oder Laubabfall. Allerdings spielt auch hier die Sonneneinstrahlung und Luft eine wichtige Rolle. Man spricht vom sogenannten Wandereffekt, wenn Ihr Reitplatz von der trockenen zur feuchten Seite wandert und sich Wellen bilden. Der vermehrte Schmutzeintrag und die in der Regel stark frequentierten Wintermonate führen in den meisten Fällen zu einem höheren Verschleiß, als auf Außenreitplätzen. Dank unserer langjährigen Erfahrung im Reitplatzbau empfehlen wir einen druckstabilen, besonders scherfesten Boden, der gut befestigt ist, das Durchdrücken von Grundwasser verhindert und optimal auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.

Das sollte ein guter Indoor-Reitboden können

Gute Feuchtigkeitsregulierung

Ein Hallenreitboden übernimmt gleich drei wesentliche Funktionen. Zum einen hält er aufsteigendes Grundwasser zurück, zum anderen sorgt er dafür, dass das kontrolliert zugeführte Wasser im Boden je nach gewünschter Bodenfeuchte gespeichert werden kann und überschüssiges Wasser ohne Rückstau im Boden versickert.

Geringer Pflegeaufwand

Der Anteil an Pferdemist ist auf einem Indoor Reitplatz deutlich höher, entsprechend auch der Verschleiß und Verlust bei regelmäßiger Reinigung. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass gerade in Hallen unverrottbare, abreibfeste und pflegeleichte Tretschichtkomponenten eingesetzt werden.

Hohe Scherfestigkeit

Der Boden in einer Reithalle sollte unabhängig vom Belastungsgrad zu jeder Zeit trittsicher und homogen sein. Gerade im Winter wirken aufgrund der hohen Berittintensität besonders hohe Scherkräfte, die durch eine kompakte und dennoch elastische Bodenstruktur aufgefangen werden können.

Unser empfohlener Hallenbodenaufbau: Verlegung einschichtig ohne Unterbau

Aus praktischen und wirtschaftlichen Gründen empfehlen wir in der Reithalle eine einschichtige Verlegung ohne Unterbau, da der Boden im Vergleich zum Außenplatz öfters gewechselt wird.

  • Schnelle Verlegung
  • Gute Flächenlastverteilung, sicher befestigt
  • Gute Drainagewirkung bei entsprechendem Untergrund
  • Ganzjährige Bereitbarkeit
  • Biologischer Reinigungsprozess durch Entwässerung nach unten: Oberflächenversickerung

 

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Gewachsener Boden

Bei der Verlegung sollte besonders darauf geachtet werden, dass der gewachsene Boden oberflächig abgetragen und ein Gefälle von 1 – 1,5 % hergestellt wird. Auf den so vorbereiteten Boden überziehen Sie eine dünne Vliesschicht, die das Eindrücken  der Raster in den Boden reduziert und somit ähnlich wie ein Fundament wirkt. Bitte beachten Sie, dass die flächige Versickerung nur so gut sein kann, wie sie vor der Gitterverlegung war.

Trennschicht

Eine kompakte, druckstabile Trennschicht verhindert das Vermischen des gewachsenen Bodens mit der Tretschicht. Sie beugt dem Verrutschen des Reitbelags vor und bietet dauerhafte Bodenstabilität. In Verbindung mit dem wasserdurchlässigen Mutterboden sorgen unsere ECORASTER® Bodengitter für die nötige Drainagefunktion und eine optimale Wasserregulierung.

Tretschicht

Die Reitplatzoberfläche sollte immer etwas tiefer sein, als der Hallenausgang, um nicht zu viel Tretschicht bei der Pflege zu verlieren. Je elastischer, desto mehr werden Sehnen und Gelenke der Tiere geschont. Eine gute Hallen-Tretschicht bindet den Staub und ist gleichzeitig nicht zu nass.

Wie Sie der Verhärtung des Bodens entgegenwirken können

Sanierung durch Schotter

Gerade bei älteren Reithallen wurde an Stelle einer neutralen Tragschicht der Boden direkt auf den lehmhaltigen Naturboden verlegt. Im Laufe der Jahre und mit zunehmender Belastung kommt es zu einer Verdichtung und Verhärtung der Oberfläche. Entsprechend steigt die Rutschgefahr, insbesondere wenn der Boden zu trocken ist und sich nicht mehr mit dem glatten Naturboden verbinden kann.  Dieser Rutscheffekt wird nochmals verstärkt, wenn Wasser nicht mehr ablaufen kann und sich auf der verhärteten Schicht absetzt. In beiden Fällen führt die fehlende Trittsicherheit zu einer verkrampften und unsicheren Gangart der Pferde. Die Bewegungsfreude lässt spürbar nach. 

Um das Problem zu beseitigen, sollten Sie die oberste Schicht des Naturbodens großflächig abtragen und ein Schottergemisch einfräsen, um den Boden wieder locker und wasserdurchlässig zu machen. Im Anschluss stellen Sie ein Gefälle von 1 – 1,5 % her, auf dem dann Vlies und Bodengitter verlegt werden. Bei besonders lehmigen und stark verhärteten Böden empfehlen wir die Verlegung eines zusätzlichen wasserführenden Schotter-Kies Unterbaus, um die Wasserableitung wiederherzustellen.

Unsere Produkte für Ihren Hallenreitboden

Einige unserer Hallenboden-Referenzen

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  • Die beiden Reitsportprofis Manuel Prause und Nadja Schmittlein für ecora