Boden für Paddock und Auslauf

Schluss mit Schlamm und Matsch. Ihr Paddockboden kann mehr, wenn er richtig befestigt ist.

Ein guter Paddock- und Auslaufboden ist immer ein Kompromiss. Aus Sicht des Pferdes sollte er weitläufig, trocken aber nicht zu staubig, elastisch aber trittfest sein. Aus Sicht des Bauherrn stehen dagegen die Langlebigkeit, zuverlässige Entwässerung und Pflegbarkeit im Vordergrund. Egal, wie auch immer Sie sich entscheiden, eine zuverlässige Bodenbefestigung ist hier unerlässlich: zum einen, weil im Paddock besonders hohe Belastungen auf begrenztem Raum auftreten, zum anderen, weil Tiere in ihrem natürlichen Umfeld eher zu unkontrollierten Bewegungsabläufen neigen. Gehen Sie bei der Befestigung keinesfalls halbherzig vor. Ein guter Paddockboden hat seinen Preis, aber auch seinen Wert.

Die wichtigsten Anforderungen

Artgerecht

Jedes Pferd bevorzugt ein naturnahes und offenes Umfeld. Deshalb sollte Ihr Paddock lieber großzügig, abwechslungsreich und mit genügend Ausweichmöglichkeiten geplant sein, um dem natürlichen Lebensraum eines Pferdes gerecht zu werden.

Kein Matsch und Verschlammen

Gerade bei heftigen Niederschlägen ist es besonders wichtig, dass das Wasser schnell ablaufen kann und die Pferde trocken stehen. Zum einen, um die Gesundheit der Tiere zu schützen und zum anderen, um die Pflegbarkeit des Paddocks zu erhalten.

Pflegeleicht und unempfindlich

Ein Paddock ist die Wohnfläche eines Pferdes und sollte entsprechend sauber und leicht zu reinigen sein. Neben der Unempfindlichkeit der Tretschicht und Bodengitter gegenüber Ammoniak, sollte Ihr Boden belastbar und befahrbar sein, um das maschinelle Abmisten mit dem Traktor zu ermöglichen.

Gesundheitsfördernd

Pferdegelenke sind Scharniergelenke. Entsprechend kann ein Boden, der Drehbewegungen verhindert, dem Pferd schaden. Ein elastischer Boden hingegen setzt die nötigen Bewegungsanreize und sorgt gleichzeitig für eine schonende Aufpralldämpfung und Stoßabsorbierung.

Stabil, rutschfest und weich

Der Boden in einem Paddock sollte weich und locker sein und ein bequemes Liegen der Pferde ermöglichen. Gleichzeitig sollte er auch bei hohen Belastungen stabil genug und rutschfest bleiben, um Verletzungen der Tiere vorzubeugen.

Das sollten Sie bei der Planung beachten

  • 1

Größe

Lieber zu groß, als zu klein! Pro Pferd sollten Sie mindestens 50 m2 Paddockfläche einplanen. Die häufigsten Fehler liegen hier in einem zu kleinen Auslauf, zu wenig Bewegungsanreizen und einer schlechten Einzäunung.

  • 2

Gewässerschutz

Regenwasser und flüssige Verunreinigungen dürfen nicht einfach in die Kanalisation abgeleitet werden. Daher empfehlen wir Ihnen eine dauerhafte Bodenbefestigung, die die natürliche Reinigung in Form einer Oberflächenversickerung nachhaltig unterstützt.

  • 3

Belastungsgrad

Paddocks sind grundsätzlich intensiv genutzte Böden. Die Anzahl der Pferde und die Größe des Paddocks bestimmen den jeweiligen Belastungsgrad. Grundsätzlich gilt die Faustregel, je höher die Belastung, umso stabiler und aufwendiger der Bodenaufbau.

Unser empfohlener Aufbau: Minimaler Unterbau, ECORASTER® TP40 mit leichter Überdeckung

Der Aufbau eines Paddockbodens ist abhängig von der Anzahl der Pferde, dem Belastungs- und Nutzungsgrad, den vorherrschenden Bodenverhältnissen sowie der Niederschlagsmenge vor Ort. Bei hohen Belastungen empfehlen wir einen 3-schichtigen Bodenaufbau, erfahrungsgemäß genügt in der Regel bei mittleren Belastungen ein minimaler Unterbau, eine Trennschicht aus geeigneten Bodengittern und eine Überdeckung aus Sand oder Tretschicht. Auch hier können Sie gerne unsere kostenlose Vor-Ort-Beratung in Anspruch nehmen, um die beste und wirtschaftlichste Entscheidung zu treffen. 

  • Gute Drainagewirkung und gezielte Entwässerung, keine Verschlammung
  • Sicher befestigter Unterbau, auch bei hohen Belastungen
  • Keine Vermischung von gewachsenem Boden und Überdeckung
  • Biologischer Reinigungsprozess durch Entwässerung nach unten: Oberflächenversickerung

 

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Gewachsener Boden

Tragen Sie vor Verlegung der Bodengitter die oberste Schicht des Bodens ab und stellen Sie ein Gefälle von 1 – 1,5 % her. Bei besonders lockeren Böden empfehlen wir zusätzlich noch ein Bauvlies, um die Funktion der Trennschicht zu unterstützen. Auf dieses Bodengerüst verlegen Sie nun idealerweise eine wasserführende Splitt- oder Schotterschicht von 3 – 5 cm.

Trennschicht

Gerade im Paddock sind die Anforderungen an die Trennschicht besonders hoch. Dank seiner Robustheit und hervorragenden Drainagefunktionen hat sich der ECORASTER® TP40 hier als Qualitätsgitter im Paddockbereich bewährt. Die Paddockplatte verhindert selbst bei nassen Jahreszeiten Wasserrückstau an der Oberfläche. Da das Füllmaterial im ECORASTER® durch die stabile Wabenform nicht verdichtet, fließt das Wasser ungewohnt schnell ab. Das Volumen der einzelnen Kammern bildet ein ideales Feuchtigkeitsdepot und schützt so vor zu schneller Austrocknung.

Überdeckung

Je nach Priorität kann eine Überdeckung aus Sand oder Tretschicht erfolgen. Ein Pferd bevorzugt immer einen eher weicheren Boden, gleichzeitig erhöht sich dadurch natürlich der Pflegeaufwand für Sie. Wir empfehlen Ihnen einen Kompromiss, d. h. eine leichte Überdeckung aus proground Tretschicht, um Ihrem Pferd den nötigen Liegekomfort zu bieten und Ihnen die Arbeit und Pflege des Bodens zu erleichtern.

Die häufigsten Probleme und Lösungen

Schlamm, Matsch und ausgetretene Flächen

Eines der größten Probleme im Paddockbereich sind Wasserrückstau, Matsch und die Verschlammung der Bodenflächen, gerade bei feuchter Witterung. Verantwortlich hierfür sind zum einen die hohen Belastungen und Scherkräfte, die auf den Boden wirken, zum anderen in den meisten Fällen das Fehlen einer dauerhaften Bodenbefestigung. Hierbei handelt es sich um einen echten Teufelskreis, denn das Abtrocknen der Matschflächen sorgt für eine weitere Verdichtung des Bodens. Hufkrankheiten und Mauke lassen meistens nicht lange auf sich warten. Weil zu feuchte Böden weniger Luft einschließen können, verliert der Boden zudem auch seine isolierende Eigenschaft. Unser Tipp: Sorgen Sie rechtzeitig für eine an die Belastung und Nutzung angepasste Bodenbefestigung. Der Aufwand zahlt sich in Form von Pferdewohl, Nutzungsdauer, Matschfreiheit und Pflegeaufwand gleich vierfach aus.

Zufrieren des Paddockbodens

Das Zufrieren des Paddockbodens steigert die Verletzungsgefahr der Tiere erheblich, die Bodenoberfläche wird glatt, hart, trocken und verliert ihre Funktionalität. Im Winter sollten Sie daher Ihren Boden zusätzlich mit Frostschutz anreichern, um das Paddock auch bei extremen Temperaturen nutzen zu können. Und das am besten regelmäßig, denn die Salze werden mittelfristig aus dem Boden herausgewaschen.

Unsere Produkte für Ihr Paddock

Einige unserer Auslauf-Referenzen

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  • Die beiden Reitsportprofis Manuel Prause und Nadja Schmittlein für ecora